Justizministerium Nordrhein-Westfalen (Internet, Intranet)

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Das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) vereint mit Hilfe von Infopark CMS Fiona sämtliche Internet- und Intranetauftritte der 250 Behörden unter einem gemeinsamen Dach.

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Justiz NRW vor der flächendeckenden Einführung von Infopark CMS Fiona

Im Rahmen einer Landeslizenz sind die Software-Lösungen von Infopark schon seit Jahren erfolgreich in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. So werden sowohl das NRW Justizportal im Internet als auch das Intranet der NRW-Justiz unter der Projektleitung von Justiz-Online mit dem CMS von Infopark gepflegt.

Daneben gibt es im Geschäftsbereich des Justizministeriums zahlreiche Einzelbehörden wie Gerichte, Staatsanwaltschaften, Justizvollzugsanstalten und Ausbildungseinrichtungen, die eigene Internet- und Intranetauftritte anbieten.

Berücksichtigung individueller Anforderungen

Justiz-Online stand nun vor der Aufgabe, ein komplexes System über einen ganzen Ressortbereich aufzubauen, welches den Anforderungen der vielen Einzelbehörden Rechnung trägt und doch die Corporate Identity des Ressorts berücksichtigt. 250 Behörden sollten die Möglichkeit bekommen, auf der Basis eines einheitlichen Systems ihre eigenen Angebote unter einem gemeinsamen Dach zu erstellen.

Zu Beginn des Projektes stand die Anpassung des CMS von Infopark an die sehr unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Justizeinrichtungen im Vordergrund. Nach dem Test eines Prototyps sollte ein spezielles Layout im CMS als Vorlage der Webangebote dienen. Ziel war es, auch die bereits mit Infopark CMS Fiona gepflegten Instanzen auf das neue System umzustellen. Sowohl die bestehenden Systeme als auch die vorhandenen Webangebote der Behörden wurden analysiert und die Anforderungen an die unterschiedlichen Grundformen der Webseiten herausgearbeitet. Schließlich konnte eine universelle Dokumentenvorlage erstellt werden, welche aber umfangreiche Darstellungsformen ermöglicht.

Realisierung erster Web-Auftritte

Nachdem die technischen Möglichkeiten zur Dokumentendarstellung geklärt waren, wurde ein Gerüst für die Gestaltung barrierefreier Webseiten erstellt. Es konnte ein modernes Layout umgesetzt werden, obwohl der Aufbau der Seiten klassisch ist. Das Layout legt aus Gründen der Barrierefreiheit viel Wert auf gute Lesbarkeit, ausreichend starke Kontraste und eine Farbwahl, die auch mögliche Farbfehlsichtigkeiten der Besucher berücksichtigt.

Im CMS standen schließlich Layout, Dokumentenvorlagen und zahlreiche Grundfunktionen zur Verfügung. Im Rahmen einer gemeinsamen Schulung wurde das System den Multiplikatoren vorgestellt und mehrere Tage ausführlich getestet. Er erwies sich als sehr robust und vielseitig. In der Pilotphase wurden zunächst das NRW-Justizintranet (Mitarbeiterportal) und das NRW-Justizportal (Webportal) auf Basis des neuen CMS umgesetzt.

Mit der Infopark Search Cartridge wurde neben der normalen Volltextsuche auch eine erweiterte Suche umgesetzt. Innerhalb der Rechtsprechungsdatenbank, die über 40.000 Entscheidungen und Urteile der Gerichte in NRW beinhaltet und täglich größer wird, konnte eine exakte Suche realisiert werden. Nach der erfolgreichen Umstellung beider Portale erfolgte die flächendeckende Bereitstellung von Systemen für die Intranet- und Internetseiten aller Justizbehörden in NRW. Die einzelnen Behörden sind selbst für die Umstellung verantwortlich, werden aber mit Schulungen und Workshops von Justiz-Online begleitet.

Nutzen für die Anwender

Der Einsatz von Infopark CMS Fiona bei der Justiz NRW ermöglicht die verteilte redaktionelle Arbeit der Autoren. Durch die dezentralen Online-Redaktionen erfolgt die Veröffentlichung neuer Inhalte wesentlich schneller. Sämtliche Websites erreichen dadurch ein hohes Maß an Aktualität. Zudem können sich die Autoren vollständig der inhaltlichen und webgerechten Aufbereitung der Texte widmen und müssen sich nicht mit dem programmtechnischen Aufbau einer Website auseinandersetzen. Ungeschultes Personal kann Word-Dateien ohne HTML-Kenntnisse einfach in das CMS einspeisen. Die Mitarbeiter können also eigenständig Inhalte im vorgegebenen Layout publizieren. Dies ist insbesondere für die Einhaltung eines barrierefreien Internet- und Intranetauftritts von nicht zu unterschätzendem Vorteil.

“Das ehrgeizige Ziel, die Intranet- und Internetsysteme der Justiz NRW unter einen gemeinsamen, barrierefreien und modernen Hut zu bringen, konnte erfolgreich umgesetzt werden. Und einen Hut, der gut passt, den setzt man sich gerne auf”, so Hans-Joachim Klein, Projektleiter für Justiz-Online.

Überzeugende Zugriffszahlen

Im Rahmen des Projektes werden rund 200 Internet- und Intranetauftritte relaunched. 35.000 Zugänge zum NRW-Justizintranet, 350 Websites, 15 Online-Datenbanken, 50 Diskussionsforen mit über 10.000 Teilnehmern sowie rund drei Millionen monatlicheSeitenzugriffe auf das NRW-Justizportal und auf das Mitarbeiterportal unterstreichen die erfolgreiche flächendeckende Einführung von Infopark CMS Fiona für alle Intranet und Internetseiten der Justiz in Nordrhein-Westfalen.

Ein umfassendes Angebot mit Bürgerservice, Rechtsprechung, Gesetzen und Zuständigkeitssuche steht der Bevölkerung des Landes Nordrhein-Westfalen im Internet unter www.justiz.nrw.de zur Verfügung.

Die Mitarbeiter der Justiz des Landes NRW werden vom Intranet bei ihrer täglichen Arbeit unterstützt. Sie können auf Telefon- und Dolmetscher-Datenbanken sowie auf Verwaltungsvorschriften, Formulare und Adressen zugreifen. Zudem finden interessierte Justizangehörige im NRW-Justizintranet in der Rechtsbibliothek alle deutschen Gesetze, 50 juristische Fachzeitschriften und über 100 Online-Kommentare.

Partner und Kunden der Justiz des Landes NRW haben Einsicht in Register und Grundbücher, können sich über Insolvenzbekanntmachungen und Zwangsversteigerungstermine informieren. Weiterhin können sie Angebote wie Knastladen.de (Online-Shop) und die Justiz-Auktion online nutzen.

Auszeichnungen für www.podknast.de

Das Projekt www.podknast.de von Justiz-Online soll junge Strafgefangene dazu bewegen, sich mit Ihren Taten auseinander zu setzen. Auf der Website werden Audio- und Video-Podcasts der Jugendlichen veröffentlicht und dienen so der Kommunikation nach außen. Auch das “Wir-Gefühl” der Jugendlichen wird durch dieses Projekt gestärkt, wodurch sowohl off- als auch online eine Gemeinschaft entsteht.

2010 gewann die Website für das außergewöhnliche Projekt auf dem Infopark Internet-Kongress den Web-Dialog Award in der Kategorie „Community“.
Weiterhin erhielt die Seite den Dieter Baacke Preis, der für beispielhafte Medienprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Familien verliehen wird. Auch www.podknast.de wurde mit Infopark CMS Fiona umgesetzt.

Weitere Informationen

 


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